Verkauft und verloren: Der chinesische Fussball
Eigentlich sollte in China augenblicklich tote Hose herrschen, was Fussball angeht. Die Saison ist gerade vorbei und um die Nationalmannschaft ist es eh still geworden, seitdem man bereits im Juni die WM-Qualifikation fuer Suedafrika in den Sand gesetzt hat. Und doch wird dieser Tage in China viel ueber Fussball geredet. Denn seit letzter Woche ist bekannt, dass auch der chinesische Fussball von einem Bestechungsskandal betroffen ist. Mal wieder.
Bereits im April hatte es eine erste Spur gegeben, nachdem Wang Xin, der fruehere Manager des Vereins Liaoning Guangyan, auf seiner Flucht von Singapur nach China gefasst werden konnte. Zwar ging es damals um die Manipulation von Spielen der S.League, Singapurs hoechster Spielklasse, doch lag auch da bereits der Verdacht nahe, Wang Xin koennte auch in seiner chinesischen Heimat Fussballspiele geschoben haben.
Aus diesem Verdacht wurde nun offenbar Gewissheit und so folgte vergangene Woche eine Verhaftungswelle, bei der laut Medienberichten bis zu 16 – teils ehemalige, teils aktive – Spieler und Offizielle festgenommen wurden.
Es ist die juengste Episode einer scheinbar unendlichen Geschichte von Bestechung und Betrug im chinesischen Fussball. (weiterlesen…)










