Generalprobe: Shanghai EXPO 2010
Dass hier auf meinen Blog fast einen Monat lang tote Hose war, ist der EXPO geschuldet. In weniger als 2 Wochen fällt der Startschuss zur Eröffnung der 41.Weltausstellung. Und da ich an mehreren Projekten fuer die EXPO arbeite, heisst das: Stress, Stress, Stress!
Wenn ich die deutschen Medien so verfolge, dann scheint mir aber, daheim interessiert die diesjährige EXPO keine Sau. Okay, Hannover 2000 war für meine Generation eher ein Pflichtbesuch: Wir sind dort mit der Schulklasse hingefahren. Weil wir mussten.
Naja, aber dass Shanghai 2010 außerhalb von China kaum wahrgenommen wird, ist mir trotzdem nur schwerlich vorstellbar. Denn hier ist das Thema EXPO allgegenwärtig. Seit einem Jahr geht es in Shanghai um nichts anderes, alles hat irgendwie mit der EXPO zu tun und man gewinnt fast den Eindruck die erste bemannte Marslandung stünde bevor.
Meine Theorie ist ja, dass Shanghai so zum ewigen Rivalen Peking aufschließen will, das mit Olympia schließlich bereits sein Event der Superlative hatte. Und weil Olympia nun schon war, muss halt etwas anderes her. Es gibt nichts vergleichbar großes? Hmm, dann machen wir halt etwas zum Großen!
Entsprechend möchte man natürlich nichts dem Zufall überlassen und so gab es heute einen ersten Belastungstest für das EXPO-Areal samt seiner zahlreichen Pavillons. Dafür wurde erstmals ein ausgewählter Teil der Öffentlichkeit, d.h. 200.000 Chinesen, auf bestimmte Teile des Geländes gelasssen, um dieses auf Herz und Nieren zu überprüfen…
Und wenn ich die Bilder so sehe, dann bin ich echt froh, dass wir heute aufgrund dieser Generalprobe mal nicht zu unserem Pavillon mussten. (weiterlesen…)
Forever Bicycles nennt sich eine Installation des chinesischen Kuenstlers Ai WeiWei aus dem Jahr 2003, die aus 42 Fahrraedern zusammengesetzt ist. Forever Bicycles ist auch der Name einer chinesischen Fahrradmarke, die bereits 1940 in Shanghai gegruendet wurde und noch heute zu den wichtigsten Herstellern im Lande gehoert. Und, Forever Bicyles klingt nach Nostalgie, denn auch wenn noch heute, im Jahr 2010, allein in Shanghai 10 Millionen Fahrraeder die Strassen befahren, so sind es doch mehr und mehr die Autos, die ihnen den Rang ablaufen und das Stadtbild dominieren.



Man kennt es vom Fussball: Der Ticketabsatz fuer ein Heimspiel laeuft schleppend, das Stadion droht halbleer zu bleiben. Was also tun? Richtig, man verteilt Freikarten an Schueler, Studenten und sonstwen.








