China in den 20er Jahren

Freitag, 3 Juli 2009, 15:21 | Kategorie: Videos |
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Auf Youtube ist sensationelles Filmmaterial aufgetaucht, das China in den 1920er Jahren zeigt. Der Film mit dem Titel “China and the Chinese” wurde urspruenglich 1928 veroeffentlicht und von einem gewissen Isaac O. Upham produziert.

Der Amerikaner war zuvor 10.000 Meilen durch China gereist. Angefangen in Hong Kong, fuehrte die einjaehrige Reise u.a. nach Guangzhou (Kanton), Shanghai, Peking, Tianjin und Shenyang wie in den Youtube-Ausschnitt zu sehen ist.

Sein fertiger Stummfilm wurde erstmalig in New York vorgefuehrt, im Beiseinn von Upham persoenlich, der des Showeffekts wegen auch gleich noch den Chinesischen Schwertkaempfer Liu Yu-Ching mitgebracht hatte. Als Unterhaltungsfilm fiel Uphams Werk zwar trotzdem durch, ob des beeindruckenden und fuer die Zeit sehr informativen Charakters wurde der Film jedoch anschliessend im amerikanischen Schulunterricht gezeigt.

Alternativer Videolink fuer alle, denen Youtube verwehrt bleibt… ;-)

12. Shanghai International Film Festival

Montag, 15 Juni 2009, 20:21 | Kategorie: Stories |
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12. Shanghai International Film FestivalVon der deutschen Oeffentlichkeit scheinbar unbeachtet findet zurzeit das 12. Shanghai International Film Festival statt. Das geringe Interesse ueberrascht mich, denn im Rahmen der Reihe Focus Germany gebuehrt ein Teil der Aufmerksamkeit doch auch dem deutschen Film.

Insgesamt 24 deutsche Produktionen sind mit von der Partie. Mit “Ein Teil von mir” von Christoph Roehl, sowie “Kleine Verbrechen” von Christos Georgiu haben es sogar zwei Filme in den Hauptwettbewerb um den JinJue Award geschafft. Dieser wurde 2006 (”Vier Minuten”) und 2007 (”Frei nach Plan”) bereits zwei Mal nach Deutschland verliehen. Eigentlich also ein gutes Pflaster fuer den deutschen Film…

Aber auch klangvolle Namen hat das 12. Shanghai International Film Festival zu bieten. Der Wettbewerbs-Jury gehoeren dieses Jahr unter anderem Oscar-Gewinner Danny Boyle sowie die Schauspielerin Andie MacDowell an. Bei der Eroeffnungszeremonie sorgten Halle Berry fuer Verzueckung unter den maennlichen und Clive Owen unter den weiblichen Zuschauern. Darueber hinaus ist natuerlich das Who is Who des chinesischen Films versammelt, wie zum Beispiel Zhang Ziyi, die ihren neuesten Film “Sophie’s Revenge” vorstellte.

Dass der chinesische Filmmarkt an Bedeutung gewinnt, verdeutlichen die juengsten Box Office Zahlen. Einnahmen von 4,2 Milliarden RMB (ca. 440 Millionen Euro) an den Kinokassen in 2008 bedeuten ein Plus von 26,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Auf nationale Produktionen – insgesamt 406 an der Zahl – entfaellt dabei ein Anteil von 60 Prozent. Fuer das laufende Jahr rechnet die chinesische Filmwirtschaft sogar mit Einnahmen in Hoehe von umgerechnet 580 Millionen Euro.

Aber nicht nur das Publikum des bevoelkerungsreichsten Land der Welt birgt ein lukratives Potenzial. Der Standort China sollte auch fuer internationale Koproduktionen interessant sein, liegen die hiesigen Produktionskosten doch bei einem Bruchteil der europaeischen oder amerikanischen Budgets. Im letzten Jahr wurden auf dem Film Market des Shanghai International Film Festival 200 “Deals” unterzeichnet. Mal sehen, wie viele es dieses Jahr werden…

Noch mehr Infos? Hier geht’s zur offiziellen Website des 12. Shanghai International Film Festival.