Onkel wollte Baby im Internet versteigern

Montag, 19 Oktober 2009, 16:49 | Kategorie : Stories |
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Im Internet: Onkel will Nichte versteigern

Es kursieren ja oefters skurrile Online-Auktionen im Internet, aber folgende Geschichte setzt dem ganzen die Krone auf. Wobei skurril hierbei wohl eine verharmlosende Untertreibung ist…

Auf der chinesischen Online-Shopping-Plattform Taobao hat naemlich ein Mann aus Jianxi seine kleine Nichte zur Versteigerung angeboten. Startpreis: 1 RMB. Porto zahlt Empfaenger.

In der “Artikelbeschreibung” heisst es weiter, dass Baby waere die Nichte des Verkaeufers, geboren am 14.April 2008. Und “weil wir uns einen Jungen wuenschen, haben wir uns entschlossen das weibliche Baby abzugeben”.

Die Onlineauktion machte schnell die Runde, sorgte fuer Empoerung im ganzen Land und einen Tag spaeter wurde das Angebot von Taobao geschlossen.

Medien, die den Verkaeufer kontaktieren, erzaehlte dieser ohne jegliches Schuldbewusstsein, dass es sich ja lediglich um ein Adoptionsangebot handelte und nicht etwa um Menschenhandel. Zuvor haette er lediglich ein paar DVDs, Uhren und so weiter verkauft – Dinge halt, die man nicht mehr brauche…

Ein potentieller Kaeufer haette sich vor Schliessung der Auktion auch schon gemeldet gehabt. Ein Arzt aus Anhui, dessen Frau leider keine Kinder bekommen koenne und deshalb Interesse an einer Adoption gehabt haette.

Wie es jetzt weiter geht ist noch nicht klar. Eine Strafe duerfte dem Auktionaer aber auf jeden Fall bluehen. Denn selbst wenn er mit seiner Behauptung, er haette bei der Auktion eine Adoption im Sinn gehabt, durchkaeme, so sind die Adoptionskriterien doch nicht erfuellt. Diese besagen in China naemlich, dass das zu adoptierende Kind Vollwaise sein muss. Und auch wenn die Eltern ziemlich herzlos scheinen, so sind sie doch zumindest quicklebendig.

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