Ärger in Ägypten

Donnerstag, 8 Oktober 2009, 13:00 | Kategorie : Stories |
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Des einen Freud ist des anderen Leid: Touristen in China sind immer wieder begeistert ueber das reichhaltige Angebot von Fake-Produkten und kehren dann mit nachgemachten Fussballtrikots, Lacoste-Hemden und Rolex-Uhren heim. Selbst Celine Dion soll waehrend eines Aufenthaltes in China letztes Jahr eine grosse Menge gefaelschter Louis Vuitton Taschen gekauft haben.

Weniger begeistert sind natuerlich die Marken, deren Produkte schamlos gefaelscht werden.

Jetzt hat das Fake-Thema allerdings eine neue Dimension erreicht – sehr zum Aerger Aegyptens und des Nahen Ostens. Es geht quasi um “Fake-Jungfrauen”…

Die chinesische Firma Gigimo (”Let’s play”) aus Guangzhou bietet naemlich auf seiner Website fuer 30 Dollar ein kuenstliches Jungfernhaeutchen an, und zwar ausdruecklich auch fuer arabische Laender.

“No more worry about losing your virginity. With this product, you can have your first night back anytime.”

Mit anderen Worten: Man kann auch vor der Ehe unbeschwert Sex haben, ohne sich um die Jungfraeulichkeit sorgen zu muessen. Denn diese kann ja dank Gigimo jederzeit wieder hergestellt vorgetaeuscht werden. Das kuenstliche Jungfernhaeutchen laesst sich laut Hersteller ganz leicht einsetzten und scheidet bei Penetration eine blutaehnliche Fluessigkeit aus. Wenn man dazu – laut Hersteller – noch ein bisschen lustvoll stoehnt, dann ist die vorgetaeuschte Entjungferung perfekt.

Solch ein Produkt gibt es zwar bereits seit 1993, doch jetzt, als (einem Bericht der Huffington Post nach) ein Reporter von Radio Netherland ueber das Angebot von Gigimo auch in arabischer Sprache informierte, sorgt das Thema fuer Verstimmungen in Aegypten.

So fordert die Muslimbruderschaft, eine der einflussreichsten politischen Bewegungen im Nahen Osten und mit 88 Sitzen im aegyptischen Parlament vertreten, ein Einfuhrverbot der kuenstlichen Jungfernhaut made by Gigimo. Das Produkt wuerde Frauen fuer voreheliche Verlockungen empfaenglicher machen und somit aegyptische wie arabische Werte gefaehrden. Ein bekannter religioeser Gelehrtet verlangt daher die Bestrafung eines jeden, der das Werkzeug zur falschen Jungfrauelichkeit in die arabische Welt importiert.

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