Chinesische Superhelden
Wer kennt sie nicht? Spader-Man, Specialman und Robert Cop… Anbei eine kleine Auswahl “original” chinesischer Superhelden
Wer kennt sie nicht? Spader-Man, Specialman und Robert Cop… Anbei eine kleine Auswahl “original” chinesischer Superhelden
Chinglisch ist das Englisch eines Chinesen, der kein Englisch spricht, aber ein Wörterbuch zu nutzen weiss. Nur ist ein Wörterbuch kein Sätzebuch, und wenn sich dann auch noch der ein oder andere Rechtschreibfehler einschleicht, dann hat man den Salat ein perfektes Chinglisch.
Beispiele gefällig? Los geht’s!

Lang lang ist’s her, dass ich zuletzt meinen Blog gefüttert habe. Zum einen lag das an der EXPO, die meinen Job wochenlang zur 24/7-Beschäftigung hat ausarten lassen. Zum anderen war ich danach im wohlverdienten Urlaub. Und von diesem möchte ich berichten, denn ich habe den perfekten Ferienort für China-Expats gefunden, die einfach mal raus wollen aus dem Wahnsinn, die Ruhe und Entspannung suchen. Dieser Ort liegt außerhalb von China, ist dennoch relativ schnell und günstig zu erreichen, und traumhaft schön: Puerto Galera auf den Philippinen.
Von Shanghai aus kann man mit der philippinischen Billig-Airline Cebu Pacific für 200 Euro (für Frühbucher sogar noch weniger) nach Manila fliegen – und zwar roundway. Die Flugdauer betraegt ca. 3,5 Stunden. Von Manila aus könnte man nun noch billiger weiterfliegen, etwa nach Cebu sowie Katiclan oder Kalibo, um nach Boracay zu gelangen. Wer aber etwas mehr Ruhe will, der sollte diese Touristenhochburgen meiden und kann dafür auch noch auf den Anschlussflug verzichten. Puerto Galera ist nämlich eher ein Geheimtipp und daher nicht so überlaufen. Zudem lässt es sich von Manila aus innerhalb von drei Stunden mit wahlweise Bus oder Taxi und Fähre erreichen. (weiterlesen…)

Die Chinesen sind bekanntlich Weltmeister im Kopieren. Und das muss noch nicht einmal schlecht sein. Gerade erst vor ein paar Tagen hatte ich von dem jungen Hobbybastler berichtet, der seinen Lebenstraum hatte wahr werden lassen und sich innerhalb eines Jahres einen Lamborghini nachbaute – mit einfachsten Mitteln und für gerade einmal 2000 Euro.
Derartige Träume wahr werden zu lassen, ist in China aber nicht nur Hobby, sondern auch Geschäft. Und wer sich da in der chinesischen Autobranche bis vor einiger Zeit besonders hervortat, war die Firma – Achtung! – Build your dreams… Heute sorgt BYD zwar in erster Linie als Pionier in Sachen Elektroauto für Furore, doch bis vor einem Jahr war das noch etwas anders. Da wurde beispielsweise ein SUV angekündigt, das der Broschüre nach wie ein Klon des Porsche Cayenne anmutete. Einzig und allein das Logo, das da auf dem Kühlergrill prangte, ließ einen Unterschied erkennen. Ja, das Logo…
Vor einiger Zeit konnte man noch nicht einmal anhand dieses Logos die Automarke zweifelsfrei identifizieren. Denn auch dieses erinnerte – wie man oben sehen kann – sehr stark an eine andere etablierte Automarke. Inzwischen hat man sich aber auch in dem Bereich emanzipiert und tritt nun mit einem wirklich eigenen Logo auf.
Doch während bei BYD einer neuer Geist eingekehrt zu sein scheint, und Firmen wie Daimler oder Volkswagen in der Firma mittlerweile einen lohnenswerten Partner sehen und Großinvestor Warren Buffet sich ein 10%-Anteil gesichert hat, scheinen andere chinesische Autofirmen in Sachen Alleinstellungsmerkmal noch nicht so weit zu sein. Dort fährt man weiterhin lieber im Windschatten des Vorbilds.
Beispiele gefällig? Los geht’s! (weiterlesen…)
Dass hier auf meinen Blog fast einen Monat lang tote Hose war, ist der EXPO geschuldet. In weniger als 2 Wochen fällt der Startschuss zur Eröffnung der 41.Weltausstellung. Und da ich an mehreren Projekten fuer die EXPO arbeite, heisst das: Stress, Stress, Stress!
Wenn ich die deutschen Medien so verfolge, dann scheint mir aber, daheim interessiert die diesjährige EXPO keine Sau. Okay, Hannover 2000 war für meine Generation eher ein Pflichtbesuch: Wir sind dort mit der Schulklasse hingefahren. Weil wir mussten.
Naja, aber dass Shanghai 2010 außerhalb von China kaum wahrgenommen wird, ist mir trotzdem nur schwerlich vorstellbar. Denn hier ist das Thema EXPO allgegenwärtig. Seit einem Jahr geht es in Shanghai um nichts anderes, alles hat irgendwie mit der EXPO zu tun und man gewinnt fast den Eindruck die erste bemannte Marslandung stünde bevor.
Meine Theorie ist ja, dass Shanghai so zum ewigen Rivalen Peking aufschließen will, das mit Olympia schließlich bereits sein Event der Superlative hatte. Und weil Olympia nun schon war, muss halt etwas anderes her. Es gibt nichts vergleichbar großes? Hmm, dann machen wir halt etwas zum Großen!
Entsprechend möchte man natürlich nichts dem Zufall überlassen und so gab es heute einen ersten Belastungstest für das EXPO-Areal samt seiner zahlreichen Pavillons. Dafür wurde erstmals ein ausgewählter Teil der Öffentlichkeit, d.h. 200.000 Chinesen, auf bestimmte Teile des Geländes gelasssen, um dieses auf Herz und Nieren zu überprüfen…
Und wenn ich die Bilder so sehe, dann bin ich echt froh, dass wir heute aufgrund dieser Generalprobe mal nicht zu unserem Pavillon mussten. (weiterlesen…)
Technologie, Design, Name – gerne lassen sich die Chinesen von westlichen Erfolgsmarken inspirieren. Und da die Chinesen langsam ihre Liebe zum Kaffee entdecken, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Starbucks als unfreiwillige Vorlage herhalten muss…

Aufgenommen in der südchinesischen Stadt Liuzhou.
via: Liuzhou Laowai

Bevor ich morgen in den Weihnachts-/Heimaturlaub entschwinde, gibt’s zum Jahresabschluss noch eine kleine Galerie, deren Bilder vor einigen Wochen waehrend eines Drehs in Peking entstanden sind.
Ich finde ja immer, das Peking ein sehr dankbares Motiv fuer den Hobbyfotografen bietet. Man muss gar nicht gross suchen, denn die Stadt ist uebersaet mit Sehenswuerdigkeiten und tollen Bildern.In Shanghai hingegen ist es eine Herausforderung huebsche Motive zu finden. Da muss man ganzschoen suchen. Bezeichnend auch, dass der aktuelle Werbespot fuer die EXPO 2010 in Shanghai zur Haelfte mit Peking-Bildern gefuellt ist.
Wobei wir auch ein wenig Glueck hatten, denn das Wetter war zu dieser Zeit unheimlich gut. Tagsueber blauer Himmel, Sonnenschein und sehr klare Luft. Dafuer war es dann aber auch arschkalt. Da wir immer mit Sonnenuntergang angefangen haben zu drehen, waren wir bei Arbeitsende trotz 5 Pullis und 3 Paar Socken richtig steifgefroren. Aber gut, Schoenheit hat halt seinen Preis… (weiterlesen…)
Letztes Wochenende hatte wir ausnahmsweise mal fuer kurze Zeit gutes Wetter in Shanghai, nachdem es seit fast einem Monat nur grau, diesig und regnerisch war (und wieder ist). Also habe ich den Sonntag genutzt, um – laut Google Maps – 12 Kilometer durch Shanghai zu latschen: Von meiner Wohnung bis zum Shanghai World Financial Center (SWFC), dem aktuell zweithoechsten Gebaeude der Welt, dessen Form an einen Flaschenoeffner erinnert.
Dort habe ich mir dann den Luxus eines 150 RMB teuren Tickets fuer die Aussichtsplattform im 100.Stock gegoennt. Gut angelegtes Geld, denn die Aussicht ist wahrlich atemberaubend. Und wahrschienlich einmalig, denn wo anders auf der Welt hat man die Moeglichkeit eine 19-Millionen-Einwohner-Metropole aus solch einer Hoehe von kanpp 500 Metern zu betrachten!? Shanghai, so weit das Auge reicht… Aber seht selbst!

Zusammen mit seinem Team hat der chinesische Fotograph Chen Haiwen an einem Bildband gearbeitet, der die 56 ethnischen Gruppierungen Chinas vorstellt. “Harmonisches China: Eine Skizze der 56 chinesischen Ethnizitaeten” heisst das Werk, fuer das die insgesamt 15 Fotographen ein Jahr in China unterwegs waren und dabei knapp 6 Millionen Fotos geschossen haben.
Neben der groessten Bevoelkerungsgruppe, den Han-Chinesen, leben also 55 weitere – offiziell anerkannte – ethnische Minderheiten in China. Und auch wenn diesen Minderheiten nur etwa 100 Millionen Menschen (bzw. 8 Prozent der chinesischen Bevoelkerung) angehoeren, so erstreckt sich ihr Siedlungsgebiet doch ueber 60 Prozent des chinesischen Staatsgebiets.
Bislang waren uns wahrscheinlich die Tibeter und Uiguren aus naheliegenden Gruenden am gelaufigsten. Und es leuchtet auch ein, dass Migranten aus angrenzenden Staaten, bspw. Russen oder Mongolen, zu den Minderheiten gehoeren. Mit persoenlich sind die Dai noch gut bekannt, weil deren vorzuegliche Kueche mein absolutes Lieblingsessen darstellt. Aber wie gesagt, dass ist nur ein kleiner Teil der zahlreichen Minderheiten und deswegen finde ich das Projekt Chen Haiwens auch so interessant.
Die Bilder sind mitunter etwas kitschig, aber sie vermitteln einen wirklich sehenswerten Gesamteindruck, den man bislang in der Form noch nicht bekommen konnte. (weiterlesen…)

Schon mal Asiaten beim Fotografieren zugeschaut? Also, ich meine vor der Kamera, nicht dahinter… Ich finde das immer witzig, wie auf Kommando und dann reflexartig bestimmte (offenbar einstudierte) Posen eingenommen werden. Waehrend die Maenner meist etwas hueftsteif und regungslos – bloss nicht laecheln! – in die Kamera starren, sind die asiatischen Damen da wesentlich fotogener. Leicht lasziver Blick, ein verschuechtertes Laecheln, Kopf und Huefte bisschen einknicken und dann das wichtigste: die Gestik der Hand.
Normalerweise formen die Asiatinnen mit ihren Fingern dann ein V. (weiterlesen…)