Obama wirbt fĂĽr Blockberry

Freitag, 31 Juli 2009, 18:25 | Kategorie: Bilder |
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Obama scheint sich als neuer Werbestar in China zu etablieren. Erst war da diese Immobilie in Xi’an und nun geht es um ein Produkt, von dem man weiss, dass Obama tatsaechlich ein bekennender Fan ist. Da kann man dann sagen, ja, das nehmen wir ihm ab.

Und fuer all diejenigen, die gerade aus dem Urlaub zurueck sind: Blackberry heisst jetzt uebrigens Blockberry. Und das Logo steht neuerdings auf dem Kopf. Und die Vereinigten Staaten von Amerika haben auch eine neue Nationalflagge… Man moechte fast sagen: “Change we can believe in”.

Obama wirbt in China fĂĽr Blockberry

Frau kastriert untreuen Ehemann

Freitag, 31 Juli 2009, 17:58 | Kategorie: Stories |
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In Guangdong wurde gestern eine 37-jaehrige Frau zu zehn Jahren Gefaengnis verurteilt, nachdem sie ihrem Mann im Schlaf den Penis abgeschnitten hatte.

Dieser hatte zuvor seine bis dato heimliche Geliebte mit nach Hause gebracht, um voellig ungeniert mit dieser Sex zu haben – vor den Augen seiner eigentlichen Gattin. Damit aber noch nicht genug: Als sich seine Ehefrau weigerte, bei dem Liebesspiel mitzumachen, wurde der untreue Gatte handgreiflich und es setzte eine Tracht Pruegel. Erst als der Mann eingeschlafen war, wusste sie sich zu wehren und kastrierte den Ehebetrueger.

Im chinesischen Internet wird der Fall nun heftig diskutiert, empfinden doch die meisten das Urteil als viel zu hart. Kann man wohl sagen…

Balanceakt

Dienstag, 28 Juli 2009, 22:21 | Kategorie: Videos |
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Waehrend in chinesischen Internetforen dieser Tage ausgiebig die Koerbchengroesse auslaendischer Frauen diskutiert wird, transportiert dieser Mopedfahrer seine Melone nicht im Koerbchen, sondern lieber auf dem Kopf…

Und hier wie immer der alternative Video-Link fuer Mainland China.

Sonnenfinsternis in Shanghai: Wie, wo, wann?

Freitag, 17 Juli 2009, 12:36 | Kategorie: Tipps |
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Naechsten Mittwoch, also am 22.Juli 2009, kommen wir in Shanghai in den Genuss einer totalen Sonnenfinsternis. Das ist insofern einmalig, als dass es sich mit einer Dauer von 6 Minuten und 39 Sekunden um die laengste totale (!) Sonnenfinsternis des 21.Jahrhundert handeln wird.

Wenn man also die Chance hat, dabei zu sein, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen. Besser bzw. laenger wird’s erst im Jahr 2150 wieder. Und das ist eindeutig zu spaet.

In Shanghai wird die Sonnenfinsternis um 8:23 Uhr Ortszeit beginnen. D.h. dann geht es mit der partiellen Finsternis los. Die totale Finsternis haben wir dann gut eine Stunde spaeter, von 9:36 bis 9:42 Uhr. Das Ende der partiellen Finsternis ist um 11:02 Uhr erreicht.

Die Sonnenhoehe wird sich von ca. 40 bis 73 Grad ueber dem Horizont entwickeln. Ich vermute also mal, dass man entweder an einem hohen Ort stehen oder aber zumindest eine moeglichst freie Sicht haben sollte. Andernfalls koennte es sein, dass einer der zahlreichen Shanghaier Prachtbauten die Sicht auf das Wesentliche beeintraechtigt. Die Sonnenfinsternis findet uebrigens ziemlich genau im Osten statt. D.h. dahin gilt es seinen Blick zu orientieren (siehe Grafik unten).

Am besten kann man die “SoFi” wohl etwas suedlich von Shanghai beobachten, etwa von Sheshan, was auf dem halben Wege nach Songjiang liegt und mit der Metro Linie 9 zu erreichen ist. Auch Jinshan wird oefters genannt. Ob sich der Aufwand lohnt, zusammen mit tausenden SoFi-Pilgern die Stadt zu verlassen, weiss ich nicht. Ich werde mich jedenfalls lieber auf ein hohes Gebaeude im Stadtzentrum begeben und dort mein Glueck versuchen.

Sonnenfinsternis Shanghai 2009

Obama wirbt fuer Immobilie in Xi’an

Donnerstag, 16 Juli 2009, 16:08 | Kategorie: Stories |
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Vor einigen Monaten legten David Beckham, Keanu Reeves und Sean Connery ein etwas ueberraschendes Gestaendnis im chinesischen Werbefernsehen ab: die Einnahme von USA Selikon, ein potenzsteigerndes Mittel made in China. Ueberraschend wohl insbesondere fuer die Herren selbst. Denn diese hatten sich natuerlich mitnichten als Testimonial fuer die Kampagne hergegeben, sondern waren vielmehr Opfer eines dreisten wie schlechten Zusammenschnitts inklusive chinesischer Nachvertonung

Dass die chinesische Baubranche nicht weniger kreativ ist, was das oeffentlichkeitswirksame Marketing anbelangt, hat bereits die Aktion “Kauf eine Wohnung und bekomm die Ehefrau gratis dazu” bewiesen.

Nun folgte der naechste Streich: In Xi’an, beruehmt u.a. fuer die Terrakotta-Armee, entsteht zurzeit ein neuer Apartment Komplex mit den Namen “Ivy Garden”. Die Benennung ist natuerlich kein Zufall, sondern vielmehr inspiriert von der Ivy League, der acht amerikanische Elite-Universitaeten – u.a. Harvard, Princeton und Yale – angehoeren. So weit so gut.

Der Name verheisst also bereits grosses, aber ob der Otto-Normal-Chinese unbedingt die Ivy League kennt… Was er mit Sicherheit kennt, sind die ein oder anderen Ex-Studenten der Ivy League Universitaeten. Und wenn die dann auch noch die Vorzuege von Ivy Garden anpreisen… Man stelle sich vor: Barack Obama, Harvard-Absolvent und heute maechtigster Mann der Welt, wirbt fuer den “Ivy Garden” in Xi’an. Oder Bill Gates, reichster Mann der Welt… Oder Warren Buffet, seines Zeichen Investmentguru… Oder Tsung-Dao Lee, immerhin Nobelpreistraeger…

Muss man sich nicht vorstellen, kann man sehen:

Obama als Werbestar in China

Diese Plakte hingen bis vorgestern tatsaechlich noch in Xi’an. “Das ist das wichtigste Investment meines Leben”, heisst es da auf dem Plakat mit Warren Buffet. Glaubt man ihm auf’s Wort!

Nichtsdestotrotz liess sich die Zeitung Oriental Guardian dazu hinreissen, die Zustimmung von Obama und Co anzuzweifeln. Und nachdem man bei den Behoerden nachgefragt hatte, ob das denn alles so rechtens waere, waren die Plakate ploetzlich verschwunden.

“Die Werte, von denen unser Erfolg abhaengt, haben sich nicht geaendert,” stand uebrigens neben dem Motiv von Barack Obama zu lesen. Ich bin gespannt, wer die naechste unfreiwillige Werbeikone wird. Nach Beckham und Barack kommt doch eigentlich nur noch unser Benedikt in Frage. Fuer welches Produkt? Darueber denke ich jetzt besser nicht nach…

Elektroschocktherapie gegen Internetsucht

Mittwoch, 15 Juli 2009, 12:53 | Kategorie: Stories |
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Netizen

Beim Ueberfliegen der heutigen Ausgabe der Shanghai Daily bin ich ueber die Meldung gestolpert, dass ab sofort die Elektroschocktherapie gegen Internetsucht untersagt ist. Na das ist doch mal ein Hammer! Keine Elektroschocktherapie mehr…???

Ja, die hatte es vorher tatsaechlich gegeben. So hatten sich in der Provinz Shandong bereits 3.000 Internetsuechtige dieser Therapie unterzogen. Dabei wurden Elektroden an Haenden und Schlaefen der Patienten angelegt und (maximal zwei) elektrische Schocks mit einer Staerke zwischen 1 und 5 Milliampere verabreicht. Ob die Behandlung zu einem Erfolg gefuehrt hat, ist nicht ueberliefert.

Laut Statistik gibt es in China momentan 160 Millionen so genannte Netizens (”Internetbuerger”) im jugendlichen Alter. Davon gelten 10 Prozent als suechtig.

Manchester United in Hangzhou

Samstag, 11 Juli 2009, 16:50 | Kategorie: Tipps |
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Ein wahres Fussball Schmankerl der Extraklasse: Manchester United macht auf seiner Asien Tour 2009 halt in Hangzhou. Am Sonntag, den 26.Juli kommt es im Huanglong Sports Center zum Freundschaftskick gegen die Lokalmatadoren vom Hangzhou Greentown FC.

Anpfiff ist um 20 Uhr, Tickets kosten zwischen 100 und 1600 RMB (ca. 10 bis 160 Euro).

Bestellen kann man die begehrten Karten ueber diesen Link (Achtung: chinesische Website) oder aber telefonisch unter: 86-400-8876887.

In Shanghai gibt es auch ein Booking Office, zu finden unter folgender Adresse:

Room 23B, No.420 (Heyi Building), Jiangning Road, Shanghai
Telefon: 021-62189950 oder 021-62189930

Wer sich aus Shanghai nach Hangzhou aufmacht, der sollte am besten mit dem Zug fahren. Von der Shanghai South Railway Station fahren etwa alle 2 bis 3 Stunden Schnellzuege nach Hangzhou. Die Fahrt dauert etwa 60 bis 90 Minuten. Beim Blick auf den Fahrplan kann man sich an den Zugnummern beginnend mit “D” orientieren. Das ist das Kuerzel fuer den Schnellzug (China Railway High-Speed). Es gibt auch diverse Bummelzuege, aber die brauchen um einiges laenger…

Man sieht sich!

Junge Chinesin lebt in Toilette

Samstag, 11 Juli 2009, 12:59 | Kategorie: Stories |
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Frau lebt in Toilette

Ob des Sommerlochs sei es mir gestattet mal wieder auf dem Schlagzeilen-Niveau des Boulevards zu wandeln. Dabei hat das Thema doch einen ernsten Hintergrund…

Es geht um eine junge Chinesin, ein Mitgleid der so genannten Post-80er-Generation. Normalerweise haben diese Post-80er in China das Image von verzogenen Einzelkindern, doch hey, diese junge Dame ist anders.

Mit einer dramatischen Bilderstrecke nutzt sie das Internet, um auf ihr noch dramatischeres Schicksal hinzuweisen: die Wohnungs- bzw. Mietpreise. Diese sind so hoch, dass sie mangels erschwinglicher Alternative dazu genoetigt wird, in die Firmentoilette des Arbeitgebers einzuziehen. Denn dieser hat offenbar Mitleid mit der jungen Dame und stellt ihr die Toilette daher kostenlos als Bleibe zur Verfuegung.

Nicht auszudenken, was die arme Frau bloss ohne ihren noblen Retter bzw. die Firmentoilette machen wuerde. Nachher muesste sie aufgrund von Kaelte und Hunger auch noch ihr Auto verkaufen…

Praktikum in China

Dienstag, 7 Juli 2009, 21:47 | Kategorie: Tipps |
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Immer wieder kommen Leute auf meinen Blog, die offenbar auf der Suche nach einem Praktikum in China sind. Bislang konnte Ihnen damit an dieser Stelle leider nicht weitergeholfen werden – genauso wenig uebrigens wie denen, die ueber meinen Blog nach Callgirls, Escorts oder speziellen Massagen in China suchen (Ja, ich hab das genau im Blick!). Damit sich das aber fortan aendert, gibt’s im Folgenden ein paar Tipps. Also, fuer die zukuenftigen Praktikanten…

Ich habe selber gleich zwei Praktika in China gemacht und kann nur jedem Interessenten waermstens empfehlen es mir gleich zu tun. Zumindest ein Mal… ;-) Zum einen ist China ein boomender, spannender, herausfordender, riesiger… Markt, was sich in jedem Lebenslauf gut macht. Viel viel wichtiger aber ist doch, dass die Erfahrungen, die man hier machen kann, einzigartig sind und nicht nur fuer den Lebenslauf, sondern fuer das Leben generell ein grosser Gewinn sind. Es gibt wohl kaum eine Kultur, die gegensaetzlicher zu der deutschen ist. Wer also seinen Horizont erweitern will, der ist hier genau richtig. Und auch wenn es nach einer Plattituede klingt, man gelangt wirklich zu neuen Erkenntnissen, die einen nachhaltig veraendern – ich behaupte mal, zum guten!

Wie findet man nun so ein Praktikum? Hilfe, die sprechen da alle Chinesisch und ich nicht! Gut, man muss sich vielleicht nicht gleich den totalen Kulturschock geben und sich in einer chinesischen Firma versuchen… Ich hab’s trotzdem gemacht und das war auch gut so :-) Man koennte solch ein Praktikum ja zum Anlass nehmen, um gleichzeitig auch noch etwas Chinesisch zu lernen. Zwei Fliegen mit einer Klappe – immer gut!

Fuer ein Praktikum in einer chinesischen Firma bedarf es allerding Guanxi (= Vitamin B). Und das ist auch gleich mein erster Tipp, der fuer alle Firmen gilt: In China arbeiten inzwischen so viele Deutsche (umgekehrt in Deutschland so viele Chinesen), da lohnt es sich, das eigene Netzwerk abzuklappern. Vielleicht kennt der Vater, die Tante, der Studienkollege, der Tennispartner usw. irgendwen, der direkt oder indirekt den Kontakt zur Firma XY in China herstellen kann. Wenn so eine Verbindung bestehen sollte, dann ist das sicherlich der erfolgsversprechenste Weg, auch wenn es noch so sehr ueber drei Ecken geht. In China oeffnen Kontakte Tueren. Genau das heisst Guanxi uebrigens woertlich uebersetzt: Tuer bzw. Tor bzw. Pass.

Tipp Nr.2 ist das Internet. Du hast es auf meine Seite geschafft, dann sollte es ein leichtes sein auf entsprechende Praktikumsboersen zu stossen. Google hilft! Fuer den Anfang seien an dieser Stelle zwei Seiten genannt, die ich persoenlich und aus eigener Erfahrung fuer die besten halte. Da waere zum einen die Kopra! International Internship Platform und zum anderen die Praktikumsboerse der deutschen AHK in China. Das Angebot dort ist bereits sehr reichhaltig.

Tipp Nr.3 ist die Kaltaquise. Sucht nach einer Firma (beispielsweise ueber die German Company Directory fuer China), die zu Euch passt, greift zum Telefonhoerer (”Frechheit siegt!”) oder zur Computertastatur und dann – wie eine Vorgesetzte von mir zu sagen pflegte – schmeisst Euch auf den Boden! Das sollte man nicht woertlich nehmen, aber wer wirklich Interesse an einem Praktikum zeigt, der ist als potentieller Praktikant sicherlich auch direkt interessanter. Man muss ja nicht gleich penetrant werden, aber eine gewisse Beharrlichkeit ist sicherlich auch nicht von Nachteil. Nichtsdestotrotz sollte man natuerlich mit einer gut vorbereiteten Bewerbung und ebenso ueberzeugenden Argumenten (”Warum gerade ich?”) auftrumpfen. Jaja, das ist jetzt wahrscheinlich nichts wirklich neues, aber die Zeit sollte man sich vorher wirklich nehmen.

Apropos Zeit. Ich empfehle fuer das Praktikum mindestens 6 Monate einzuplanen. Ein kuerzerer Zeitraum wird dem Land meines Erachtens nicht gerecht. Dazu gibt es einfach zu viel zu erleben und zu lernen. Und selbst diese 6 Monate sind bei mir immer viel zu schnell voruebergegangen, weswegen ich jetzt auch dauerhaft hier bin :-) Ich habe zwar um ehrlich zu sein auch ein paar ganz wenige Kollegen erlebt, die mit dem Land nichts anfangen konnten, aber die grosse Mehrheit hat sich in China verliebt. Und viele dieser ehemaligen Kollegen und Bekanntschaften sind nun genauso wie ich dauerhaft in China und arbeiten in einer Festanstellung. Wie das funktioniert, dazu ein andermal.

Viel Erfolg!

China in den 20er Jahren

Freitag, 3 Juli 2009, 15:21 | Kategorie: Videos |
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Auf Youtube ist sensationelles Filmmaterial aufgetaucht, das China in den 1920er Jahren zeigt. Der Film mit dem Titel “China and the Chinese” wurde urspruenglich 1928 veroeffentlicht und von einem gewissen Isaac O. Upham produziert.

Der Amerikaner war zuvor 10.000 Meilen durch China gereist. Angefangen in Hong Kong, fuehrte die einjaehrige Reise u.a. nach Guangzhou (Kanton), Shanghai, Peking, Tianjin und Shenyang wie in den Youtube-Ausschnitt zu sehen ist.

Sein fertiger Stummfilm wurde erstmalig in New York vorgefuehrt, im Beiseinn von Upham persoenlich, der des Showeffekts wegen auch gleich noch den Chinesischen Schwertkaempfer Liu Yu-Ching mitgebracht hatte. Als Unterhaltungsfilm fiel Uphams Werk zwar trotzdem durch, ob des beeindruckenden und fuer die Zeit sehr informativen Charakters wurde der Film jedoch anschliessend im amerikanischen Schulunterricht gezeigt.

Alternativer Videolink fuer alle, denen Youtube verwehrt bleibt… ;-)