Ein Eis auf den Meister

Dienstag, 26 Mai 2009, 13:34 | Kategorie: Bilder |
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Zwar wuerde der VFL Wolfsburg auf meiner persoenlichen Beliebtheitsskala gerade noch so die Klasse halten (Hoffenheim, Gladbach und Leverkusen steigen ab!), aber als fairer Sportsmann sei dem Meister dennoch zum Titel gratuliert. Um es nicht allein bei Worten zu belassen gibt es zusaetzlich noch ein… Eis! Und zwar nicht irgendein Eis, sondern das original chinesische VFL-Wolfsburg-Mint-Eis aus Peking!

VFL Wolfsburg Eis

Gesehen auf Living in China.

Mord oder Selbstmord?

Freitag, 22 Mai 2009, 13:55 | Kategorie: Videos |
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Mord oder Selbstmord – das waere hier die Frage, wenn folgendes nicht glimpflich ausgegangen waere. Zum Glueck ist es das aber! Nichtsdestotrotz ist die Story doch recht skuril:

Ob seiner Finanzprobleme war ein Mann in der suedchinesischen Metropole Guangzhou (Kanton) auf eine Bruecke geklettert und drohte nun, sich herabzustuerzen. Die Polizei – gleich zur Stelle – verhandelte ueber 2 Stunden, konnte den Lebensmueden jedoch nicht so recht von seinem Plan abbringen. Doch es nahte (vermeintliche) Hilfe in Gestalt eines ruestigen Renters, der flugs die Bruecke erkletterte und sich zu dem akut suizidgefaehrdeten Mann gesellte. Mit all seiner Lebensweisheit wuerde er schon die richtigen Worte finden… Denkste!

Stattdessen und zum hoerbaren Entsetzen der zahlreichen Gaffer schubst der ruestige Rentner den Hilfsbeduerftigen beherzt in die Tiefe. Gott sei Dank war dort inzwischen ein Luftkissen aufgebaut worden und so befindet sich der Lebensmuede nun nicht im Himmel, sondern mit zahlreichen Knochenbruechen im Krankenhaus.

Es ist nicht so ganz klar, was die Intention des “Helfers” war. Das scheint keiner so recht zu wissen, auch nicht die Polizei. Vorsorglich hat man ihn daher erstmal verhaftet.

Schweinegrippe in China

Donnerstag, 21 Mai 2009, 13:17 | Kategorie: Stories |
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Beim morgendlichen Lesen der deutschen Presse dachte ich mir, wie kann es sein, dass es ueberall nur um die Schweinegrippe geht, aber ich noch nichts dazu geschrieben habe. Aaaaalso…

Bislang gibt es vier bestaetigte Faelle der Schweinegrippe in China. Die Zahl musste ich aber erstmal recherchieren, denn eigentlich bekommt man hier recht wenig davon mit. Einzig ein paar Freunde erzaehlten mir, dass man an den internationalen Flughaefen – sofern man mit einer Maschine aus dem Ausland gekommen ist – ca. 2-3 Stunden fuer den Check-Out braeuchte, da nach der Landung ein kollektives Fiebermessen stattfindet. Fuer den Fall uebrigens, dass jemand positiv auf Fieber getestet wird und eine Grippe nicht auszuschliessen ist, dann wird er sich bei seinen Co-Passagieren enorm beliebt machen, denn dann werde alle zusammen zwecks Quarantaene fuer 7 Tage in ein Hotel gesteckt. Ob es sich dabei um ein 5-Sterne-All-Inclusive-Resort handelt, wage ich zu bezweifeln…

Eine weitere Massnahme, ueber die man meiner Meinung nach unbdeingt mal nachdenken sollte, waere ein Rum-Rotz-Verbot. Das wuerde die Lebensqualitaet – zumindest fuer ueberzeugte Nicht-Rotzer wie mich – auch nachhaltig verbessern.

Naja, die Sorge in der Bevoelkerung scheint sich jedoch sehr in Grenzen zu halten. Meine Kollegen jedenfalls machen munter Witze ueber “H1N1″. Und wie gesagt, wenn man nicht danach sucht, dann bekommt man es auch kaum mit.

In Hongkong sieht das wohl schon etwas anders aus: Ein Bekannter, der dort ueber’s Wochenende war, berichtete, dass allein sein Raucherhusten schon reichte, um die Leute in Angst und Schrecken versetzte. Ueberhaupt traefe man in Hong Kong nur wenige, die ohne Mundschutz – auch Kuss-Kondom genannt – die Strasse betreten…

Kuss-Kondom

Das größte Sushi der Welt

Dienstag, 19 Mai 2009, 23:45 | Kategorie: Bilder |
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Sushi wird traditionell mit der Hand gegessen. Und zwar als ganzes: direkt in den Mund, ein paar mal kauen und runter.

Werfen wir diese Regeln mal ueber Board, dachte sich moeglicherweise Hollywood-Star Jackie Chan, und eroeffnete sein neuestes Restaurant in Shanghai mit einem Superlativ. Denn aufgetischt wurde zu diesem Ehrentage das groesste Sushi der Welt…

Das größte Sushi der Welt

Shenyang – Auf den zweiten Blick…

Samstag, 16 Mai 2009, 11:24 | Kategorie: Bilder, Tipps |
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Shenyang

Dass hier knapp eine Woche nichts passiert ist, hat einen einfachen Grund: Ich war fuer ein paar Tage im Nord-Osten. Genauer gesagt in Shenyang, 7,5 Mio Einwohner, Hauptstadt der Provinz Liaoning.

Der Lonely Planet schreibt, dass Shenyang auf den ersten Blick keine Stadt sei, in die man sich spontan verlieben wuerde. Treffender kann man es kaum auf den Punkt bringen. Am Flughafen angekommen, ging es fuer uns mit dem Taxi richtung Stadtzentrum weiter. Der Blick aus dem Fenster war da schon zum depressiv werden: grau-diesiges Wetter, der Strassenrand zunaechst von kahlen ca. 5-stoeckigen Plattenbauten gesaeumt und dann eine Baustelle nach der anderen. Dazwischen immer wieder Ruinen gerade abgerissener Gebaeude. Zu allem Ueberfluss lief im Radio auch noch Modern Talking…

Im Nachhinein bleibt Shanyang zwar oberflaechlich betrachtet eine eher haessliche Stadt, aber ich glaube, das ist auch ein wenig dem Wandel geschuldet. Ich habe noch nie – nicht einmal in China – eine Stadt erlebt, in der so viel gebaut wird. Das Stadtbild ist daher sehr uneinheitlich: einerseits das Flair einer kommunistischen Industriestadt in den 80er Jahren, andererseits – speziell abends – das Bling Bling einer modernen asiatischen Metropole. Shenyang scheint jedenfalls auf dem Sprung zu sein und kraeftig zu boomen.

Shenyang ist aber auch eine Stadt mit weit zurueckreichender Geschichte. So war die 2300 Jahre alte Stadt im 17.Jahrhundert einst Haupstadt des Mandschurischen Staates. Von hier aus eroberte die Qing-Dynastie ganz China, weswegen in Shenyang auch ein kaiserlicher Palast zu finden ist – der einzige ausserhalb von Peking. Ausserdem gibt es aus diesem Grund auch einige Kaisergraeber in Shenyang, womit dann auch die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten der Stadt benannt waeren: der Kaiserpalast (Gugong) und das Nordgrab (Beiling), die Ruhestaette von Huang Taji, dem Gruender der Qing Dynastie. Diese Attraktionen sind aber nicht nur ihrer Geschichte wegen sehenswert, sondern auch aufgrund der sehr schoenen Tempel- bzw. Parkanlagen drumherum.

Dann waeren da noch einige Pagoden, Museen, der botanische Garten, eine Mao Zedong Statue sowie der Fernsehturm zu besichtigen. Insgesamt bietet Shenyang also schon einiges.

Was mir sonst noch in sehr positiver Erinnerung bleiben wird, ist die Herzlichkeit der Menschen dort oben. Der Umgangston mag zwar mitunter etwas rauher – weil direkter – sein, aber man kommt auch ohne Chinesischkenntnisse sehr schnell ins Gespraech und es wird dann viel gelacht.

Last but not least sei die nordchinesische Kueche empfohlen. Da waeren zum einen natuerlich die Jiaozi (Maultaschen-aehnliche Nudeln) mit allemoeglichen Fuellungen, dann sehr viele Kartoffelgerichte (u.a. Disanxian = Kartoffel, Aubergine, gruene Paprika) und sehr gut auch die Lapian, kalte Reisnudeln in einer leicht sauren Gurken-Erdnuss-Sosse. Klingt komisch, schmeckt aber gut.

Auf den zweiten Blick ist Shenyang also durchaus eine Reise wert. Das Radioprogramm aber ist und bleibt verbesserungswuerdig. Auf meiner Rueckfahrt zum Flughafen blieb ich zwar von Modern Talking verschont, dafuer aber lief House of Rising Sun – interpretiert von einer talentfreien chinesischen Saengerin…

Länderspiel: China vs. Deutschland

Freitag, 8 Mai 2009, 15:51 | Kategorie: Tipps |
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Länderspiel in Shanghai

Am Freitag, den 29.Mai 2009 kommt es in Shanghai zum Aufeinandertreffen der chinesischen und deutschen Fussballmannschaft – der Herren wohlgemerkt. Das Spiel findet im 80.000 Plaetze zaehlenden Shanghai Stadium statt. Dort kommt man am besten mit der U-Bahn hin:  Haltestelle Shanghai Indoor Stadium (Linie 1 und 4), Haltestelle Shanghai Stadium (Linie 4) oder aber Haltestelle Caoxi Lu (Linie 3).

Die Tickets kosten zwischen 1680 und 80 RMB, was in etwa 185 bis 9 Euro entspricht, und koennen innerhalb Chinas ab sofort bei Tickets.com.cn bestellt werden. Normalerweise werden die Karten ein paar Tage nach Bestellung geliefert und dann bar bezahlt.

Wo man zu welchem Preis sitzen kann, darueber informiert – ohne Gewaehr – die folgende Grafik:

Sitzplan Shanghai Stadium

Bourgeoise Schweinereien

Donnerstag, 7 Mai 2009, 22:06 | Kategorie: Stories |
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Chongqing Kiss Competition

Waehrend der Mai-Feiertage fand in Chongqing – wie unschwer zu erkennen – ein Kuss-Wettbewerb statt. Das ist an sich nichts besonderes, aber dennoch bemerkenswert, weil dieser oeffentlichkeitswirsame Wettbewerb ziemlich genau (und wohl zufaellig) 30 Jahre nach dem ersten veroeffentlichten Kuss-Foto in China stattfand.

CindarellaIm Juni 1979 hatte naemlich das chinesische Magazin Popular Cinema ein Bild aus dem Film “Cindarellas silbener Schuh” veroeffentlicht, und dieses Bild zeigte ausgerechnet eine Kuss-Szene zwischen den beiden Protagonisten Richard Chamberlain und Gemma Craven (siehe links). Das ist an sich ebenfalls nichts besonderes – sollte man meinen…  In China war es auf jeden Fall besonders: Das Reich der Mitte hatte seinen ersten Sex-Skandal. Innerhalb kuerzester Zeit erhielt die Redaktion 3.000 Zuschriften wuetender Leser, die sich ueber diese “bourgoise Schweinerei” empoerten. Los ging’s mit der sexuellen Revolution.

Diese war scheinbar erfolgreich, denn heute sind sich oeffentlich kuessende Paerchen offensichtlich kein Problem mehr – wie die Reaktionen der zahlreichen Zuschauer der “Chongqing Kiss Competition” vermuten lassen…

Pinkeln verboten, Rauchen erwünscht

Dienstag, 5 Mai 2009, 22:41 | Kategorie: Stories |
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Passe deinen biologischen Rhythmus an...
Dieser Banner haengt vor einer Schule in der Stadt Sanmenxia (Henan Provinz) und verkuendet folgende Botschaft: “Passe deinen biologischen Rhythmus so schnell wie moeglich an; die Nuztung der Toiletten ist fortan waehrend des Unterrichts nicht mehr erlaubt.” Laut Danwei versprechen sich die Verantwortlichen durch die Massnahme eine erhoehte Lerneffizienz. Na dann…

Aber nicht nur die chinesischen Schueler muessen einiges aushalten bzw. einhalten. In der Provinz Hubei, genauer gesagt in der Stadt Gong’an, ging es drei Lehrern an den Kragen, weil sie unerlaubterweise geraucht hatten – und zwar die falschen Zigaretten! Eine Verordnung der dortigen Provinzregierung besagt naemlich, dass Behoerden lokale Zigaretten konsumieren sollen: mindestens 400 Stangen im Jahr. Fuer Schulen gilt zwar eine Ausnahme, aber die bezieht sich lediglich auf die Menge, und das sind immerhin auch noch 160 Stangen. Es ist natuerlich lobenswert, steht die lokale Zigarettenindustrie doch im harten Wettbewerb mit der Konkurrenz aus den Nachbarprovinzen.

Nachtrag, 7.Mai 2009: Laut BBC hat Gong’an die Raucherverordnung nun wieder rueckgaengig gemacht.

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Sonntag, 3 Mai 2009, 12:27 | Kategorie: Tipps |
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Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Ab jetzt wird getwittert!

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Zu Fuß durch China

Samstag, 2 Mai 2009, 14:28 | Kategorie: Videos |
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Eigentlich wollte Christoph Rehage ja bis nach Deutschland wandern. Angefangen im Herbst 2007 in Peking und dann immer weiter gen Westen… Am Ende wurden es dann doch “nur” 4.646 Kilometer. Das entspricht in etwa der Haelfte der Strecke, zumindest wenn man von der Luftlinie ausgeht. Das Ziel lautete folglich am Ende nicht mehr Bad Nenndorf in Niedersachen, sondern Urumqi, gelegen in der west-chinesischen Provinz Xinjiang.

Schoenerweise hat der Student seine kanpp einjaehrige Reise auf witzige Art und Weise dokumentiert und der Oeffentlichkeit mittels eines Youtube Clips zugaenglich gemacht:

Wer noch mehr ueber den wackeren Wanderer erfahren will, der wird sicherlich auf seinem Blog TheLongestWay fuendig.